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Maler in Wien: Welche Leistungen Sie erwarten können – und wie der Ablauf von der ersten Anfrage bis zur Übergabe aussieht

Wenn man in Wien eine Wohnung renoviert, ein Haus auffrischen oder eine Fassade sanieren möchte, tauchen fast immer dieselben Fragen auf: Was macht ein Malerbetrieb genau? Wie läuft das ab? Wie lange dauert es? Und woran erkennt man ein seriöses Angebot?
In diesem Artikel bekommen Sie einen klaren Überblick über typische Malerleistungen in Wien und erfahren Schritt für Schritt, wie ein professioneller Ablauf aussieht – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur sauberen Übergabe.


Welche Malerleistungen sind in Wien am häufigsten gefragt?

In der Praxis lassen sich die meisten Aufträge in vier Bereiche teilen:

1) Innenarbeiten

  • Wand- und Deckenanstrich (klassisch, farbig, abwaschbar)

  • Spachtel- und Verputzarbeiten (von kleinen Ausbesserungen bis Q2–Q4 Glättung)

  • Tapezierarbeiten (Vlies, Raufaser, Struktur, Fototapeten)

  • Lackierungen (Türen, Rahmen, Heizkörper, Leisten)

  • Sanierung beschädigter Oberflächen (Risse, Abplatzungen, Wasser-/Nikotin-Flecken)

  • Dekorative Techniken (z. B. Wischtechnik, Strukturfarben, Spachteloptik)

2) Fassadenarbeiten

  • Fassadenanstrich (Witterungsschutz + Optik)

  • Fassadensanierung (Putzschäden, Abplatzungen, Feuchtebereiche)

  • Rissesanierung (rissüberbrückende Systeme, Gewebeeinlage)

  • Altbausanierung (material- und objektschonend)

  • Holzschutz (Balkone, Holzverkleidungen, Fensterrahmen)

  • Wärmedämmung (WDVS-Systeme) – falls energetische Verbesserung gewünscht ist

3) Zusatzleistungen

  • Kostenlose Besichtigung und Beratung (bei vielen Betrieben Standard)

  • Farbberatung (Wirkung im Raum, Licht, Oberflächenqualität)

  • Materiallieferung (Sie müssen nichts organisieren)

  • Entfernung alter Anstriche (wenn Untergrund nicht tragfähig ist)

  • Renovierung bei Ein-/Auszug (Übergabetermine)

  • Arbeiten in Wohnungen, Häusern und Büros (auch etappenweise)

4) Spezialleistungen

  • Feuchtigkeits- und Schimmelsanierung (inkl. geeigneter Systeme & Vorbehandlung)

  • Brandschutzanstriche (systemkonform, objektabhängig)

  • Denkmalschutzarbeiten (Altbau/Details/Substanz erhalten)

  • Altbaurenovierung mit Fokus auf Untergrund & Details


Was kostet ein Maler in Wien? (Und warum die Preise so unterschiedlich sind)

Pauschalpreise wirken verlockend – aber seriöse Kalkulation hängt fast immer von diesen Faktoren ab:

  • Zustand des Untergrunds: glatt vs. rissig/unsauber/mehrfach überstrichen

  • Vorbereitung: Abdecken, Abkleben, Schleifen, Grundieren

  • Materialsystem: Standardfarbe vs. abwaschbare/hochdeckende/Schimmel-Sperrgründe

  • Höhe/Erreichbarkeit: hohe Decken (Altbau), Treppenhaus, Gerüst bei Fassade

  • Detailgrad: viele Kanten, Fenster, Türen, Heizkörper → mehr Arbeitszeit

  • Zeitdruck: sehr kurzfristige Übergabetermine können die Organisation beeinflussen

Ein gutes Angebot erklärt nicht nur den Gesamtpreis, sondern auch was genau enthalten ist: Vorarbeiten, Material, Anzahl der Anstriche, Schutzmaßnahmen, Zeitplan.


So läuft ein professionelles Malerprojekt ab – Schritt für Schritt

Schritt 1: Die erste Kontaktaufnahme (Telefon / Formular / WhatsApp)

In der ersten Nachricht oder am Telefon werden meist diese Punkte geklärt:

  • Wo ist das Objekt? (Wien & Umgebung)

  • Was soll gemacht werden? (z. B. 2 Zimmer ausmalen + kleine Reparaturen)

  • Wie groß ist der Bereich ungefähr? (m² oder Zimmeranzahl)

  • Gibt es einen Terminwunsch? (Einzug/Auszug, Übergabe)

  • Zustand: Neubau, Altbau, Risse, Flecken, Feuchtigkeit?

Tipp: Fotos helfen enorm. 5–10 Bilder (Wände, Decken, problematische Stellen) beschleunigen die erste Einschätzung.


Schritt 2: Kostenlose Besichtigung & Beratung vor Ort

Eine Besichtigung ist wichtig, weil der Untergrund über die Qualität entscheidet. Vor Ort schaut ein guter Betrieb auf:

  • Tragfähigkeit alter Anstriche

  • Risse, Hohlstellen, Feuchteanzeichen

  • Übergänge (Fenster, Türen, Sockel, Stuck)

  • Welche Qualität ist gewünscht? (Standard, extra glatt, besondere Optik)

  • Welche Nutzung hat der Raum? (Küche/Büro/Kinderzimmer → abwaschbar sinnvoll)

Am Ende werden oft schon konkrete Vorschläge gemacht: welches System, welche Reihenfolge, wie man Staub reduziert und was sinnvoll ist – oder was unnötig teuer wäre.


Schritt 3: Transparentes Angebot

Ein seriöses Angebot enthält typischerweise:

  • Leistungsbeschreibung (z. B. Spachteln + Grundieren + 2x Anstrich)

  • Materialqualität bzw. System (nicht immer Markenname, aber Art)

  • Was ist inkludiert: Abdecken, Abkleben, Schutz, Entsorgung

  • Zeitplan / Dauer

  • Zahlungsmodalitäten

Red Flags: extrem vage Texte (“Malerarbeiten pauschal”), keine Vorarbeiten, unklare Materialangaben, kein Zeitrahmen.


Schritt 4: Vorbereitung (der Schlüssel zum perfekten Ergebnis)

Viele Probleme entstehen, wenn die Vorbereitung abgekürzt wird. Professionelle Vorbereitung umfasst:

  • Abdecken von Böden und Möbeln (Folie/Vlies)

  • Abkleben von Kanten, Steckdosenbereichen, Rahmen

  • Untergrundreparatur: Risse, Löcher, Abplatzungen

  • Schleifen/Glätten je nach Anspruch

  • Grundierung/Sperrgrund bei schwierigen Stellen (z. B. Flecken)

Warum das wichtig ist: Ein Top-Anstrich auf schlechtem Untergrund sieht nach kurzer Zeit wieder schlecht aus.


Schritt 5: Ausführung (Anstrich, Lack, Tapete, Details)

Jetzt kommt das, was man sichtbar sieht – aber Qualität erkennt man an Details:

  • saubere, gerade Kanten

  • gleichmäßige Oberfläche ohne Wolken/Streifen

  • keine Spritzer auf Leisten/Schaltern

  • Lack ohne Läufer (Türen/Heizkörper)

  • ordentlich ausgearbeitete Anschlüsse

Gute Teams arbeiten dabei strukturiert: zuerst Decken, dann Wände, zuletzt Details und Lack.


Schritt 6: Abnahme & saubere Übergabe

Am Ende wird gemeinsam geprüft:

  • Sind alle Flächen deckend?

  • Sind Kanten sauber?

  • Sind Ausbesserungen unsichtbar integriert?

  • Wurde alles gereinigt und ordentlich hinterlassen?

Ein professioneller Betrieb übergibt den Bereich sauber – ohne „Baustellengefühl“.


Wie lange dauert das typischerweise?

Das hängt stark vom Zustand ab, aber als grobe Orientierung:

  • 1 Zimmer ausmalen (ohne große Spachtelarbeiten): oft 1 Tag

  • 2–3 Zimmer + Ausbesserungen: 1–2 Tage

  • Komplette Wohnung mit Spachteln/Details: mehrere Tage

  • Fassade: je nach Fläche, Zustand, Wetter und Gerüst deutlich variabel

  • WDVS: mehrere Tage bis Wochen (Systemaufbau + Trocknungszeiten)

In Wien spielt auch der Altbau eine Rolle: hohe Decken, viele Kanten, Stuck – das braucht Zeit, lohnt sich aber optisch extrem.


Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Malers in Wien achten?

Eine schnelle Checkliste:

Besichtigung vor Angebot (besonders bei Altbau, Rissen, Flecken)
Klare Leistungsbeschreibung (Vorarbeiten + Anzahl der Anstriche)
Sauberkeitsstandard (Abdecken, Abkleben, Schutz)
Realistischer Zeitplan (nicht “morgen fertig” bei Großbaustelle)
Kommunikation (klare Antworten, erreichbar, transparent)
Erfahrung mit Ihrem Objekt-Typ (Altbau, Fassade, Büro, Übergabe)


Mini-Checkliste: Was Sie vor dem Start vorbereiten können (optional)

Damit es noch schneller geht:

  • persönliche Wertgegenstände wegräumen

  • sensible Elektronik abdecken/entfernen

  • Zugang zu allen Räumen ermöglichen

  • Parkmöglichkeit/Schlüsselübergabe klären (falls nötig)

Alles Weitere (Schutz, Abdeckung, Abkleben) übernimmt normalerweise der Malerbetrieb.


Fazit: Gute Malerarbeit ist planbar – wenn Ablauf und Angebot stimmen

Ein professionelles Malerprojekt in Wien ist keine Überraschungskiste. Wenn Besichtigung, Angebot, Vorbereitung und Übergabe sauber organisiert sind, bekommen Sie:

  • ein deutlich besseres Ergebnis,

  • weniger Stress,

  • klare Kosten,

  • und eine Renovierung, die wirklich „fertig“ wirkt.